
Die Brennnessel - 11 Buchstaben - 11 Tage - 11 Impulse
Herzlich Willkommen zu denn 11 Tagen mit der Brennnessel.
Schön, dass du hier bist.
Vom 21. bis 31. März begleitet uns eine Pflanze, die viele von uns schon tausendmal gesehen haben – und doch oft kaum kennen: die Brennnessel.
Entlang ihrer elf Buchstaben (B R E N N N E S S E L) entfaltet sich eine kleine Reise durch ihre verschiedenen Facetten. Jeden Tag erhältst du einen neuen Impuls per E-Mail – mit Gedanken, kleinen Naturbegegnungen, Rezeptideen oder kurzen Videos aus der Wildpflanzenpraxis.
Auf dieser Seite findest du alle Inhalte der 11 Tage gesammelt an einem Ort.
So kannst du jederzeit nachschauen, etwas nachholen oder einzelne Impulse nochmals vertiefen.
Nimm dir das heraus, was für dich gerade passt.
Vielleicht entdeckst du dabei eine Pflanze neu, die schon lange direkt vor deiner Haustür wächst.
Ich wünsche dir viel Freude beim Entdecken.
Herzlich
Jenny
P.S.: Die folgenden Inhalte sind nicht als Ersatz für eine professionelle medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlung gedacht. Die Inhalte dienen der Vermittlung von Wissen und die Umsetzung der hier gegebenen Empfehlungen sollte immer mit einem qualifizierten Therapeuten abgesprochen werden. Das Befolgen der Empfehlungen erfolgt auf eigene Verantwortung.
krautfideles Frühlingserwachen - 11 Tage mit der Brennnessel

Begegnung

Heute geht es nicht ums Sammeln.
Nicht ums Verarbeiten.
Nur ums Sehen.
Ich habe die Brennnessel früher vor allem als „brennend“ abgespeichert: Vorsicht, Abstand, lieber nicht anfassen. Und irgendwann hat sich das gedreht. Nicht von einem Tag auf den anderen – sondern durch viele kleine Begegnungen. Erst neugieriges Hinschauen. Dann vorsichtiges Berühren. Dann das erste «Aha» und «Mmmh» in der Küche. Und plötzlich wurde aus dem Unkraut eine Begleiterin: wild, kräftig, zutiefst lebendig.
Begegne heute einer Brennnessel – und nimm ihr sattes Grün wahr.
Dieses Grün entsteht durch Chlorophyll, den Farbstoff, mit dem Pflanzen Licht in Energie verwandeln. Spannend ist: Chlorophyll und unser roter Blutfarbstoff Hämoglobin ähneln sich strukturell – beide basieren auf einem ähnlichen Grundgerüst. Im Zentrum sitzt bei der Pflanze Magnesium, bei uns Menschen Eisen. Zwei unterschiedliche Systeme – und doch eine feine Verwandtschaft. Chlorophyll wirkt unter anderem vitalisierend, entgiftend (Schwermetalle), krebshemmend und sorgt für einen angenehmen Körpergeruch.
Spannend ist auch: Brennnesseln haben einen besonders hohen Gehalt an Chlorophyll und bestimmten Mineralstoffen die für eine gute Haftung auf Fasern sorgen – deshalb wurden sie früher auch als Färbepflanze für hellgrüne Farbtöne genutzt.
Auch psychologisch wirkt Grün auf viele Menschen beruhigend. In einer bekannten Studie des Umweltpsychologen Roger Ulrich zeigten Spitalpatient:innen mit Blick ins Grüne eine schnellere Erholung als jene mit Blick auf eine Mauer.
Und ganz praktisch: Im frischen Grün finden wir Mineralstoffe, Spurenelemente, Aminosäuren und sekundäre Pflanzenstoffe – eine beeindruckende Dichte an Leben.
Doch heute geht es nicht um Nährstofftabellen.
Heute geht es um Begegnung.
🌱 Mini-Praxis
- Welches Wort taucht spontan auf, wenn du an die Brennnessel denkst?
- Begegne ihr heute draussen. Schau sie dir ganz genau an – wenn du magst, mit einer Lupe.
- Nimm bewusst ihr sattes Grün wahr und was es mit dir macht.

Respekt

Eine Pflanze, die brennt, ist schon etwas Aussergewöhnliches, und ist in dieser Hinsicht auch einzigartig.
Die Brennnessel brennt nicht, um uns zu schaden.
Sie schützt sich.
Ihre feinen Brennhaare wirken wie kleine Glasröhrchen. Beim Berühren brechen sie ab, bilden eine scharfe Spitze, die sich in die Haut bohrt und geben eine Mischung aus unter anderem Histamin und Ameisensäure ab – das bekannte Brennen entsteht. Eine raffinierte Verteidigungsstrategie.
Was wir als unangenehm empfinden, ist ein klares Signal:
Bis hierhin. Und nicht weiter.
In der sogenannten Urtikation – das gezielte Berühren mit frischen Brennnesseln – wird das Brennen bewusst therapeutisch genutzt. Es soll lokal die Durchblutung fördern und eine Immunreaktion auslösen und dadurch bei Rheuma und Gicht lindernd wirken.
Wenn du dich also das nächste Mal an einer Brennnessel «brennst», erinnere dich daran, wie wohltuend die Wirkung für deinen Körper ist:-)
Mich berührt an dieser Pflanze vor allem eines:
Persönliche Grenzen sind kein Angriff.
Sie sind Selbstfürsorge.
🌱 Mini-Praxis für heute
Wenn du magst, ernte heute vorsichtig ein paar junge Blätter.
Spüre dabei:
- Wo gehe ich manchmal über meine eigenen Grenzen hinaus?
- Wo möchte ich in den kommenden Wochen klarer werden?
- Und wo brauche ich vielleicht den Mut für einen nächsten Schritt?
Ein kleiner Tipp für Einsteiger:innen:
Es gibt keine Verwechslungsgefahr für die Brennnessel - denn keine andere Pflanze, die ähnlich aussieht, "brennt" auch. Streiche zum pflücken mit der Hand von unten nach oben am Stängel entlang – also in Richtung der Brennhaare. So ist die Wahrscheinlichkeit geringer, dass sie abbrechen und brennen. Oder verwende Handschuhe, wenn du dich sicherer fühlst. Sammle nicht an viel befahrenen Strassen oder in gedüngten Wiesen.

Energie

Die Brennnessel ist eine der ersten kraftvollen Pflanzen im Frühling. Sattgrün, aufrecht, lebendig.
Und heute darf sie ins Glas.
Ich lade dich ein zu einem einfachen Brennnessel-Apfel-Frischpresssaft.
Roh. Frisch. Unkompliziert.
Ein Glas Frühling:-)
Frische Brennnesselblätter enthalten viele Mineralstoffe, Aminosäuren und verschiedene sekundäre Pflanzenstoffe. Das macht den Brennnesselsaft zu einem sehr wertvollen Getränk.
Wenn du diesen Saft heute gemacht hast, hast du gerade auf eine sehr einfache Weise Wildpflanzen aktiv in deinen Alltag geholt. Fühlt sich das nicht grossartig an?

Nähe zur Natur

Heute geht es um Nähe.
Die Brennnessel sucht die Nähe des Menschen. Vielleicht wächst sie sogar nur ein paar Schritte von dir entfernt.
Wenn es möglich ist, geh heute bewusst nach draussen. Nimm dir ein paar Minuten Zeit.
Ich möchte dir etwas sehr Kraftvolles mitgeben. Denn wir sind oft "im Kopf", tausend Gedanken drehen sich im Kreis, Stress und Überforderung nehmen zuviel Platz ein. Eine ganz einfache Übung um herunterzufahren und Klarheit zu gewinnen ist das bewusste Wahrnehmen mit verschiedenen Sinnen - und so wieder an Verbindung und Nähe zur Natur und zu sich selbst zu finden. Das machen wir heute mit der Brennnessel.
Pflücke ein junges, zartes Blatt.
Lege es vorsichtig auf deine Hand.
Schau es dir an.
Rieche daran.
Nun zum Rollen – damit es roh im Mund nicht brennt (Ja, wir können Brennnesselblätter auch roh essen:-)):
- Lege das Blatt zwischen Daumen und Zeigefinger. Ziehe kräftig durch in Richtung der Brennhaare (vom Stiel zur Spitze)
- Falte das Blatt, drücke es fest zusammen und rolle es langsam zwischen den Fingern, bis es weich wird.
- Du kannst es auch kurz zwischen beiden Handflächen kräftig verreiben.
Durch das Zerdrücken werden die feinen Brennhaare mechanisch zerstört – erst danach probieren.
Wenn das Blatt deutlich weich ist, kannst du es in den Mund nehmen und langsam kauen. So bleibt das Erlebnis angenehm – und das Aroma kann sich entfalten.
Und, wie schmeckt Nähe?
Wenn du magst, bereite dir heute auch einen kleinen Brennnessel-Spinat zu – kurz blanchiert oder gedünstet, wie du es von Spinat kennst. Du kannst auch einfach einen Teil von frischem Spinat durch Brennnessel austauschen. So leicht geht "wild" im Alltag!
🔬 Kleiner Hintergrund
Durch das kurze Erhitzen werden die Brennhaare zerstört – zurück bleibt das mild würzige Aroma. Gleichzeitig bleiben viele hitzestabile Mineralstoffe erhalten.
Manchmal entsteht Verbindung und Nähe nicht durch grosses Wissen,
sondern durch einen einzigen bewussten Bissen. Durch Wahrnehmung mit allen Sinnen.

Neugier

Die Brennnessel ist nicht nur für uns da.
Sie ist ein kleines Ökosystem.
Sie dient als Raupenpflanze für fast 40 verschiedene Schmetterlinge – unter anderem für den Kleinen Fuchs (auch Nesselfalter genannt) oder das Tagpfauenauge. Was für viele „Unkraut“ ist, ist für sie Kinderstube. Und der hohe Eiweissgehalt macht die Brennnessel zu einer attraktiven Futterpflanze. Ohne Brennnesseln gäbe es viele dieser Schmetterlinge und Insekten in unserer Landschaft kaum noch.
Auch spannend, wenn wir schon bei Tieren sind, sind die Gedanken die ich im Buch "Wesen und Signatur der Heilpflanzen" von Roger Kalbermatten gelesen habe:
- Der Cocktail, den die Brennnessel in unsere Haut spritzt bei Berührung, besteht aus Stoffen, die sonst vor allem im Tierreich vorkommen: Acetylcholin, Serotonin, Ameisensäure.
- Die Blütenstände können auch einen tierhaften Charakter aufweisen: Sie sehen fast aus wie kleine, helle Raupen.
An der Brennnessel erkennen wir also Merkmale, die eher ans Tierreich erinnern.
Ein grosser Unterschied zwischen den Pflanzen und Tieren oder Menschen ist die Bewegungsfreiheit. Pflanzen sind verwurzelt in der Erde – Tiere und Menschen können sich bewegen. Mit ihren «tierischen» Eigenschaften zeigt uns die Brennnessel gemäss Roger Kalbermatten ihre Triebkraft zur Bewegung und Veränderung in einem umfassenden Sinne an.
So können wir sie auch für uns nutzen.
Robust. Anpassungsfähig. Bewegend.
Heute kein Rezept. Nur Staunen und Neugier.
Die vielen Facetten dieser Pflanze sind faszinierend!
In diesem Sinne, bleib neugierig:-) Und beobachte wen du auf der Brennnessel entdeckst. Denn sie ist selten allein.

Neubeginn

Die Brennnessel war lange eine „Notpflanze“. Etwas, das man sammelte, wenn wenig anderes da war.
Heute darf sie etwas anderes sein: Genuss & Superfood.
Neubeginn bedeutet manchmal nicht, etwas Neues zu erfinden –
sondern etwas Altes neu zu betrachten und entdecken.
Heute bringen wir sie in eine einfache, frühlingshafte Küche:
Balsamico-Brennnessel-Karotten
Süsslich durch die Karotte.
Grün und würzig durch die Brennnessel.
Ein Hauch Säure durch den Balsamico.
Ein Gericht, das zeigt: Wildpflanzen sind kein Ersatz. Sie sind Bereicherung.
Die Brennnessel bringt ein schönes Bild für Neubeginn mit:
Sie fordert zuerst Respekt – und wird dann zur Nahrung.
- roh brennt sie
- kurz erhitzt oder gerieben nährt sie
In vielen Naturtraditionen wird genau das als Bild gesehen:
Das, was zuerst Widerstand auslöst, kann später zur größten Kraftquelle werden.

Entgiftung

Der Frühling gilt bis heute als Zeit der Reinigung und des Neubeginns.
Mehr Licht. Mehr Bewegung. Mehr frisches Grün.
Auffällig ist: Gerade jetzt wachsen Pflanzen, die traditionell mit „Reinigung“ und „In-Fluss-Kommen“ verbunden werden – unter anderem die Brennnessel.
In der Volksheilkunde wird die Brennnessel seit Jahrhunderten als Frühjahrskraut geschätzt. Sie gilt als anregend , bewegend und reinigend – ein Bild für Leichtigkeit nach der Winterzeit.
Unser Körper verfügt unter anderem mit Leber, Nieren und Darm bereits über leistungsstarke eigene Entgiftungssysteme. Und mit der Integration der essbaren Wildpflanzen wie der Brennnessel, können wir die Organe in ihrer Entgiftungsfunktion unterstützen.
Aus wissenschaftlicher Sicht ist vor allem eine diuretische Wirkung gut belegt. Das bedeutet: Brennnesselzubereitungen können die Ausscheidung über die Nieren fördern. Es geht nicht um „Entgiften“ im schnellen Sinn – sondern um bewusste Unterstützung deiner körpereigenen Prozesse, um Rhythmus und um Raum, um Ballast loszuwerden.
🌱 Mini-Praxis
Trinke als kleine Frühlingskur in den kommenden 7 Tagen täglich 3 Tassen Brennnesseltee und spüre, was das mit dir macht.
Zubereitung:
1–2 TL getrocknete oder 2 EL frische Blätter mit heißem Wasser übergießen, 10-15 Minuten ziehen lassen.
Während du trinkst, frage dich:
- Wo wünsche ich mir mehr Leichtigkeit?
- Was darf in Bewegung kommen?
Passend dazu noch ein Zitat von der bekannten österreichischen Heilkräuterkundigen Maria Treben (1907-1991), das mir gefällt:
„Niemals kann sich Bösartiges bilden, wenn wir unsere guten Brennnesseln nicht nur ehren, sondern in regelmässigen Abständen uns ihre wunderbare Kraft in Form von Tee einverleiben.“
Und übrigens: Das enthaltene Silizium im Brennnessel-Tee kann sowohl innerlich als auch äußerlich als Spülung deine Haare und deine Kopfhaut unterstützen. Heute schenke ich dir ein Rezept für mein liebstes Haarwasser, das ich immer nach dem Haarewaschen auftrage.

Stärke

Heute schauen wir auf eine Seite der Brennnessel, die viele überrascht.
Sie ist nicht nur essbar.
Nicht nur „reinigend“.
Nicht nur Raupenpflanze.
Sie ist auch Faserpflanze.
Über Jahrhunderte wurde aus ihren Stängeln Garn gewonnen – fein, reissfest und erstaunlich robust. In Zeiten, in denen Baumwolle nicht verfügbar war, war die Brennnessel eine wertvolle Ressource. Brennnesselfasern wurden bis ins 19. Jahrhundert in Europa genutzt. Man stellte daraus Seile, Kordeln, Netze, Segel, Säcke, Kleidung und sogar Bettwäsche her. Während des Zweiten Weltkriegs experimentierte man sogar erneut mit Brennnesselstoffen, weil Baumwolle knapp war. Auch heute kann man Textilien aus Brennnesselfasern kaufen - allerdings oft von weit her. Die Aufbereitung von einheimischen Brennnesselfasern ist noch eine sehr kleine Nische, aber in meinen Augen sehr spannend bzgl. Nachhaltigkeit.
Stärke kann sich unter anderem in der Fähigkeit zeigen, vielseitig zu sein.
Im Sommer kann man mit etwas Geduld aus ihren Fasern sogar Schnüre drehen. Oben siehst du ein Bild mit einer Deko, die ich letzten Sommer aus Brennnesselfasern gebastelt habe – einfach als Inspiration. Und weit weg von perfekt:-) Aber darum soll es auch gar nicht gehen.

Samenzeit

Heute öffnen wir langsam den Jahresbogen.
Im Frühling schenkt uns die Brennnessel frische Blätter, im Sommer dazu noch ihre Samen – kleine, unscheinbare Körnchen, die voller Potenzial stecken.
Samen sind gespeicherte Zukunft.
In ihnen steckt alles, was eine neue Pflanze braucht.
Sie stehen für Potenz und Vitalität – so sollen sie bei Männern die Spermaproduktion und bei Frauen den Milchfluss fördern. Sie wurden alten Rössern verfüttert, um sie wieder kraftvoll und vital wie junge Hengste zu machen und somit einen höheren Verkaufspreis zu erzielen.
Wir verarbeiten sie heute zu leckeren Energiebällchen. Roh, kraftvoll und alltagstauglich. Ein wilder Snack für zwischendurch.
Im Video zeige ich dir den Unterschied zwischen männlichen und weiblichen Pflanzen – und worauf du bei der Samenernte achten solltest. Das Video wurde im Sommer aufgenommen, aber damit kannst du schonmal in Vofreude schwelgen:-)

Eisen & Eiweiss

Die Brennnessel wird oft als heimische Kraftpflanze bezeichnet.
Und tatsächlich enthält sie – je nach Standort und Erntezeit eine bemerkenswerte Nährstoffdichte – unter anderem Eisen und pflanzliche Eiweißbestandteile (Aminosäuren).
Die Brennnessel gilt als Stickstoffanzeiger – sie wächst bevorzugt auf nährstoffreichen Böden und stellt das biologische Gleichgewicht wieder her. Der aus dem Boden aufgenommene Stickstoff wird in der Brennnessel in Eiweissverbindungen umgewandelt. Bei stark stickstoffreichen Standorten kann sie jedoch auch vermehrt Nitrat speichern – deshalb ist es empfehlenswert, sie nicht von intensiv gedüngten Flächen zu ernten.
Ihr Eiweißgehalt ist im Vergleich zu vielen Kulturpflanzen durchaus beachtlich – auch wenn sie natürlich keine Hülsenfrüchte ersetzt. In Kombination mit anderen pflanzlichen Lebensmitteln – wie im heutigen Rezept mit Kartoffeln – ergänzt sie das Aminosäurespektrum sinnvoll.
Und sie enthält beachtlich viel Eisen. Wichtig ist: Pflanzliches Eisen liegt als sogenanntes Nicht-Häm-Eisen vor. Seine Aufnahme kann durch Vitamin C verbessert werden – das übrigens auch in der rohen Brennnessel vorkommt. Auch in einem sauren Milieu kann Eisen besser aufgenommen werden. Essig oder Zitronensaft können die Verfügbarkeit unterstützen. Heute zeigen wir das ganz praktisch mit dem Brennnessel-Kartoffelsalat 🥔.
Durch die Säure des Essigs sowie die rohe Zubereitung der Brennnesseln wird die Eisenaufnahme begünstigt – und der Geschmack bekommt Frische.
Und noch etwas zum Rezept: Da Gurken jetzt noch nicht Saison haben, kannst du sie einfach durch eingemachte Essiggurken ersetzen, auch superlecker!
Die Brennnessel muss nicht exotisch sein, um beeindruckend zu sein. Ihre Zusammensetzung zeigt: Auch heimische Wildpflanzen sind ernährungsphysiologisch bemerkenswert!

Losgehen

11 Tage mit der Brennnessel liegen hinter uns. 4000 Menschen waren dabei - eine grosse Freude!
Und wenn wir ganz an den Anfang zurückgehen, dann waren da eure Worte:
Kämpferin.
Kraft.
Schutz.
Achtsamkeit.
Eigenwillig.
Herzverbundenheit.
Urkraft.
Wachstum.
Glücksgrün.
… und auch: Brennen.
So viele Facetten – und doch gehört alles zusammen.
Vielleicht liest du diese Worte heute anders als noch vor 11 Tagen. Nicht mehr nur als Gedanken. Sondern als etwas, das du erlebt hast.
Begegnung.
Respekt.
Energie.
Nähe.
Neugier.
Neubeginn.
Entgiftung.
Stärke.
Samenzeit.
Eisen & Eiweiß.
Losgehen.
Die Brennnessel ist nur der Anfang. Eine einzige Pflanze – und doch ein ganzes Universum.
Bleib dran, trinke 1-2 Mal pro Woche einen Brennnesseltee oder Frischpresssaft und integriere 1x wöchentlich die Brennnessel in deine Küche. Da hast du schon sehr viel gewonnen und wirst schnell die vitalisierende Kraft der essbaren Wildpflanzen spüren.
Und wenn du noch einen Schritt weiter gehst, dann zeigt sich etwas Entscheidendes: Es geht nicht nur darum, eine Pflanze zu kennen. Sondern darum, dich in dieser Welt orientieren zu können.
Zu wissen:
Was wächst hier?
Was ist essbar?
Was tut mir gut?
Und nicht mehr abhängig von Zufall oder Unsicherheit sein.
Die letzten 11 Tage waren ein Einstieg. Ein erstes Annähern. Ein erstes Erleben.
Aber sie zeigen auch, wie viel Tiefe eigentlich möglich ist.
Wenn du dir vorstellst, dass du diesen Weg weitergehst – nicht nur im Frühling, sondern durch das ganze Jahr hindurch. Dann merkst du vielleicht: Das ist kein einzelnes Thema. Das ist ein Weg.
Ein Jahr lang begleiten wir im krautfidelen Jahreskurs ausgewählte essbare Wildpflanzen durch die Jahreszeiten – damit du sie wirklich kennenlernst und in deine Alltagsküche integrierst.
Nicht nur mit dem Kopf. Sondern mit den Händen. Mit dem Geschmack. Mit deinem eigenen Erleben.
Dieser Weg ist nicht für alle. Wenn du einfach ab und zu ein Rezept suchst, wirst du hier wahrscheinlich mehr finden, als du brauchst.
Aber wenn du spürst:
„Ich möchte das wirklich können.“
„Ich möchte mich beim sammeln sicher fühlen durch alle Jahreszeiten.“
„Ich möchte diese Verbindung aufrechterhalten.“
...und ganz neue und vitalisierende Geschmäcker erleben,
👉 dann bist du hier richtig
Du kannst dich jetzt unverbindlich auf die Warteliste eintragen, das Anmeldefenster wird schon bald geöffnet für den Start Mitte April:
👉 Zur Warteliste
So verpasst du nicht, wenn sich die Türen öffnen. Mit Eintrag in die Warteliste wird sich das Anmeldefenster 2 Tage früher für dich öffnen und es wartet noch ein Geschenk auf dich:-)
Der Kurs findet übrigens online statt und du kannst von überall aus teilnehmen.
Lass uns gemeinsam losgehen.
Die Autorin Gabriele Leonie Bräutigam hat uns einen Ausschnitt aus ihrem Brennnesselbuch zur Verfügung gestellt – eine wunderbare Möglichkeit, noch etwas tiefer in diese Pflanze einzutauchen:
Klaus Ender
HALLO, ICH BIN JENNY
Ich habe mich oft - wie viele Menschen - unausgeglichen, erschöpft und müde gefühlt. Die Beschäftigung mit Wildpflanzen und mit einer lebendigen, natürlichen Ernährung hat mein körperliches und psychisches Wohlbefinden endlich auf ein ganz neues Level gesteigert. Wildpflanzen, einfach im Alltag integriert, stärken und vitalisieren uns, sind ein Genuss und bringen uns zurück zu unseren Wurzeln - und das wiederum hat positive Auswirkungen auf unseren Umgang mit der Natur und dem Planeten.
Es geht um das Entdecken einer gesundheitsfördernden und genussvollen Küche, den Aufenthalt in der Natur, das Naschen unterwegs, die Freiheit durch wilde Selbstversorgung in Küche, Bad und Hausapotheke und die Freude beim Erkunden der Umwelt. Neben den essbaren Wildpflanzen gibt es ausserdem noch so viele weitere Schätze aus der Natur zu entdecken. Die Natur ist ein wundervoller Kraft-Ort.
Als Ganzheitliche Ernährungstrainerin, zert. Coach für essbare Wildpflanzen und Naturheilpraktikerin in Ausbildung freue ich mich, dass wir gemeinsam erkunden können, was uns quickfidel macht und wie wir diese grosse Freude weiter in die Welt tragen können. Ich freue mich auf dich!
Herzlichst, deine

